Die Themen- und Kompetenzfelder der Ausbildung

Die Themen- und Kompetenzfelder der Ausbildung

Interessengeleitet und mit Freude am Lernen den Wissenshorizont erweitern

Aude Vivere hat konzeptionell die wissenschaftstheoretische Position umgesetzt, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse insbesondere aus der Medizin und der Psychologie durch die geisteswissenschaftlichen Bezüge erst verstehbar und umsetzbar sind.

Denn nur der kann mit naturwissenschaftlichen Daten verantwortlich umgehen, der sie auch (geisteswissenschaftlich) einschätzen kann. Deshalb ist es so wichtig, die pädagogischen und philosophischen Erkenntnisse in der Lehre fundiert zu behandeln, damit Ihr als Yogalehrende nicht nur Wissen stereotyp wiederholt, sondern versteht und damit auch erst anderen vermitteln könnt.

Was bedeutet das?

Ihr erhaltet von uns das Wissen zum aktuellen Stand in der Medizin. Das meint nicht nur zentrales theoretisches Wissen, sondern auch Kenntnisse über die Anwendungsbereiche wie die Berücksichtigung von Indikationen und Kontraindikationen in der Yogapraxis, physiotherapeutische Anschlußtechniken und das Vorgehen präventiver Arbeit, insbesondere auch im Bereich der Entspannungsverfahren und -wirkungen.

Da Yoga mehr ist als angewandte Medizin führen wir Euch weit in die Philosophie des Yoga, studieren mit Euch die Quellentexte und stellen uns der Frage, was das in unserer (abendländischen) Kultur zu bedeuten hat und wie dies anderen zu vermitteln ist.

Ihr werdet als künftige YogalehrerInnen für die konkrete Umsetzung in der Anleitung der Yogapraxis auf die Bedürfnisse Eurer Teilnehmenden eingehen. Deshalb ist es ja nicht nur wichtig zu verstehen, was den Yoga auszeichnet und wie man bestimmte Haltungen ausführt, sondern auch, wie Ihr ihn anderen weitervermittelt, wenn Ihr als YogalehrerIn agiert.

Aus diesem Grund bieten wir Euch als Erwachsenenpädagogen mit über 20 Jahren Erfahrung auch die pädagogischen Konzepte und erörtern mit Euch die Fragen der Unterrichtsplanung und -praxis.

Ferner bedarf es bei der Begleitung von Menschen in der Yogapraxis – ob in Gruppen oder einzeln – eines sicheren Beziehungsaufbaus. Dazu werden wir Euch ausführlich die psychologischen Dimensionen von der Kontaktaufnahme über die Bindung bis zur Bewältigung schwieriger Situationen nahebringen. Auch eigene Kompetenz zur Selbstsorge wird realitätsangemessen erprobt.

Nicht zuletzt werdet Ihr auch ganz handfeste Informationen erhalten zur Berufskunde mit Hinweisen und Tipps zur Existenzgründung

Unser online-gestütztes Angebot ermöglicht ein vertieftes Durchdringen des Yoga, da die verschiedenen Medien das Wissen mit der praktischen Kompetenz zu verknüpfen helfen.

Am Ende der Ausbildung hat jede/r die Fähigkeit, die verschiedenen eigenen Interessensschwerpunkte mit den verschiedenen Yogastilen, den philosophischen Traditionen und den modernen wissenschaftlichen Bezügen für die jeweilige Zielgruppe zu verknüpfen und ein eigenes unverwechselbares Angebot zu kreieren.

Konkret:

PRAXIS

Die Praxis des Hatha Yoga wird unter Anleitung eingeübt, vertieft und nach den individuellen Möglichkeiten der Teilnehmenden korrigiert bzw. präzisiert. Hier wird Yoga erlebt und das Erlebte als lebendiger Lernprozess immer mehr verinnerlicht. Wiederholung und Präzisierung der Praxis lässt das Yogalehrer-Selbstverständnis wachsen.
Themen:
Asanas, Bewegungsabfolgen [Karanas/Vinyāsas], Prāṇāyāma und Atemtechniken, Bandhas, Mudrās, traditionsspezifische Inhalte, Achtsamkeits-lenkung, Übungen der Körperwahrnehmung, Entspannungstechniken, Samyama, Meditation

MEDIZINISCHE GRUNDLAGEN

Die medizinischen Grundlagen erweitern die Praxis um die anatomischen und physiologischen Kenntnisse der einzelnen Körpersysteme, durch das Wissen um Indikationen und Kontraindikationen des Yoga sowie den angemessenen Umgang mit Einschränkungen und Behinderungen:
Themen:
Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, die Risiken und Kontraindikationen der Yogapraxis, die positiven Wirkungen des Yoga auf den menschlichen Organismus, Hinweise zur „orthopädisch“ korrekten Haltung und Alignment, die Schnittstellen zu komplementärmedizinischen Angeboten (Physiotherapie, Osteopathie etc.), Anknüpfung an die sportwissenschaftliche Trainingslehre, Hinweise zur Yogatherapie, arbeitsmedizinische Grundlagen, Stressforschung, Verknüpfung zur Ernährungslehre.

PSYCHOLOGIE

Die Psychologie bietet wichtige Erklärungen zum Verständnis der Wirkungen von Entspannung, Meditation, Synchronisierung von Atmung und Bewegung sowie für das Beziehungsverhältnis des Yogalehrenden zu Kursteilnehmenden und anderen Kunden:
Themen:
Psychologische Basics zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Gruppendynamik und Leitung von Gruppen, Gesprächsführung und Kommunikationstechniken, Kundenbindung und Abgrenzung, Psychohygiene, Umgang mit psychisch kranken Menschen.

PHILOSOPHIE

Die Philosophie widmet sich der Tradition und den Epochen des Yoga, der Einbettung in unseren Kulturkreis, der Deutung der alten Schriften, der Beschreibung einzelner Yogarichtungen und -schulen, der Bezüge zu Religion und Weltanschauung und der Berufsethik:
Themen:
Tradition, Geschichte und Epochen des Yoga, die Quellentexte des Yoga, insbesondere die Veden, Upaniṣaden, Schriften des Vedānta, Yoga-Sutra des Patañjali, die Bhagavad-Gīta, der Tantrismus mit der Vijnana Bhairava, der Hatha Yoga Pradipika und der Gheranda Samhita, Das Menschen- und Körperbild im Yoga (Nadis, Chakren, Koshas, moderne Zugänge), Yoga und Religionen, Mystik sowie andere Weltanschauungen, Entwicklung des modernen Yoga, Yogapersönlichkeiten, Ethik des Yoga im Alltag und Beruf.

PÄDAGOGIK

Die Pädagogik stellt das Wissen und die Kompetenz bereit für die Methodik und Didaktik des Unterrichtens, für die Planung und Analyse der Yogastunden und Kursangebote, für den gezielten Einsatz der Stimme und der physischen Korrektur, für die Schulung einer klaren Sprache und Ansage. Sie ermöglicht das Umsetzen des Prinzips teilnehmerorientierten Unterrichtens und schult das „Auge“ für die Bedürfnisse und Grenzen der Teilnehmenden:
Themen:
Didaktik und Methodik des Yoga-Unterrichtens, Planung und Analyse von Yogastunden und -kursen, Schulung einer klaren und zeilgruppen-spezifischen Sprache, die Prinzipien der Teilnehmerorientierung und Ermöglichungsdidaktik, Einsatz von Medien im Unterricht, Rollenfindung in der Lehre, Stimmschulung, Korrekturhilfen und Formen der Unterstützung, Feedback und Coaching in der Praxis.

BERUFSKUNDE

Die Berufskunde thematisiert die Möglichkeiten, Angebote des Yoga in den verschiedenen Lebens- und Berufsfeldern erfolgreich umzusetzen:
Themen:
Berufsbild, Berufsfelder, Existenzgründung, Rechtsformen, Marken Angebotsbeschreibung, Wert der eigenen Leistung, Finanzierung und Preisermittlung, Finanzplanung, Marketing, Kooperationen mit Verbänden und der Zentralen Prüfstelle Prävention.

UNTERRICHTSPRAXIS

Die Unterrichtspraxis schafft die Lehrerfahrung, gibt Rückmeldung und dient der Evaluation:
Inhalt:
3 Lehrproben bzw. Unterrichtspraktika an den Präsenztagen mit anschließendem ausführlichen Feedback, 1 Lehrcoaching in einem (realen) Kurs, Lehrprobe als Prüfungsleistung, individuelle Kurzintervention, Hospitation nach Bedarf.

Für alle Fragen rund um die Ausbildung sind wir für Euch da. Ihr könnt uns anrufen, mailen oder einen persönlichen Termin vereinbaren.